mit der Thüringen Philharmonie, Aurélien Bello (Dirigent) & Sarah van der Kemp (Mezzosopran) | Freitag 05.09.2025, Nikolaikirche Eisenach

Ausführende:
Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
Aurélien Bello, Leitung
Sarah van der Kemp, Mezzosopran

Zeit und Ort:
Freitag, 05.09.2025, 19:30 Uhr
Nikolaikirche Eisenach

Im Rahmen des 7. Sinfonischen Wochenendes in Eisenach bringen die Mezzosopranistin Sarah van der Kemp und Dirigent und Komponist Aurélien Bello Lieder von Franz Liszt in einer Fassung für Kammerorchester zu Gehör. Zur Aufführung mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach kommen dabei folgende Liszt-Lieder:

Franz Liszt:
Im Rhein, im schönen Strome
Die Loreley
Der König von Thule
Wer nie sein Brot mit Tränen aß
Die drei Zigeuner
O Lieb, so lang du lieben kannst (Liebestraum)

Richard Wagner:
Wesendonck-Lieder

Aurélien Bello hat nicht nur die Liszt-Lieder für Kammerorchester bearbeitet, sondern auch die ebenfalls auf dem Programm stehenden Wesendonck-Lieder von Richard Wagner. Bello schreibt dazu: »Meine Orchestrierungen orientieren sich an dem intimen Klang, den Wagner für sein ›Siefried-Idyll‹ oder für sein Lied ›Träume‹ aus den Wesendonck-Liedern benutzte. Für mich als Komponist und Dirigent ist diese Kammerbesetzung zum Arbeiten reizvoll, da man die Stimmführung und die Farben sehr deutlich hört. Wagners Besetzung mag damals auch praktische Gründe gehabt haben. Er führte diese Werke wie Serenaden auf: privat, im Garten, oder – wie hier – im Treppenhaus mit Musikerfreunden. Auch heute ist die Flexibilität und Mobilität mit kleinem Orchester sehr interessant.

Zu den Liszt-Liedern heißt es: »Liszt hat zwar einige seiner Lieder orchestriert; dabei wurden sie aber stark verändert und verlängert. Bellos Versionen folgen hier den ursprünglichen Klavierfassungen und stellen ihnen zahlreiche – erstmals instrumentierte – Lieder zur Seite, in denen ein orchestrales Denken bereits in der Klavierstimme unüberhörbar ist. Um Liszts Orchesterklangideal, das stark von Berlioz inspiriert ist, näher zu kommen, wird die Kammerbesetzung um eine Harfe erweitert.« Und Sarah van der Kemp weiter: »Bei der Liedauswahl entschied ich mich für deutsche und französische Lieder, und fasste - sofern möglich - zwei bis drei Vertonungen eines Dichters in Gruppen zusammen. Mir fiel immer wieder der anspruchsvolle und virtuose Klavierpart auf, als kreiere Liszt ein ›Orchesterklavier‹ – eine ideale Voraussetzung, um sie instrumental zu arrangieren. Bellos Versionen für Kammerorchester haben hier einen ganz besonderen Reiz: Zum einen bieten sie klanglich und dynamisch größere Möglichkeiten als mit Klavierbegleitung. Andererseits hat man beim Musizieren trotzdem ein kammermusikalisches Gefühl, weil jedes Instrument einfach besetzt ist und man so auf einzelne Musiker reagieren kann. Das kommt wieder dem Lied-Charakter zugute.«

Das musikalische Konzept ist so durchdacht wie einleuchtend; von seine konzertanten Umsetzung kann man sich am 5. Sptember in Eisenach selbst einen Eindruck verschaffen. Wer die Qualitäten von Sarah von der Kemp als Liszt-Interpretin vorab kennenlernen möchte, kann sie auf Ihrer Website in Begleitung von László SImon hören (https://sarahvanderkemp.de/media/).

 

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Sarah van der Kemp, Mezzosopran
Fotos: Peter Adamik

 

https://sarahvanderkemp.de/https://aurelienbello.com/https://www.thphil.de/

 

 

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